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Das Fahren –  nein, das Gleiten auf einem Elektroroller

Nachdem wir unsere Elektroroller aus ihrem Karton-Gefängis befreit hatten war zuerst einmal SCHRAUBEN angesagt. Die Roller sind – je nach Modell – zwischen 80 und 90 % vormontiert. Die Montage ist nicht schwierig. Beim zweiten Roller ging´s „ratz-fatz“ von der Hand.

Die Spannung war groß. Versicherungskennzeichen drauf, Helm auf, und dann kam der große Moment. Der Schlüssel wurde zum ersten mal herumgedreht. Der Raptor hat daraufhin den Tacho mit eingebautem Kilometerzähler, Spannungsanzeige und Ladezustandsanzeige der Batterie(n) beleuchtet. Soweit alles noch normal. Aber dann…..

SXT-Raptor-1200-Auslieferung-Auspacken-im-Karton

Die ersten Meter mit dem E-Scooter

Der Dreh am Gasgriff. Der Elektroroller schiebt mit einer irren Kraft an. Das hätten wir sooo nicht erwartet. Aber gut!!! Ich fahre los und bin im ersten Moment etwas verwundert. Normalerweise würde der benzingetriebene Motorroller knattern. Der E-Scooter gleitet lautlos über die Straßen. Ein neues Gefühl der Fortbewegung.

Was auch irgendwie neu ist: der E-Scooter beschleunigt geradlinig auf seine Höchstgeschwindigkeit 45 km/h. Da gibt´s kein „Turboloch“ bzw. eine optimale Drehzahl bei der der Motor besonders spritzig ist. Nein, der Elektroroller zieht mich kontinuierlich auf seine Top-Speed. Ich gleite also mit meinen 45 km/h über den Asphalt. Die Passanten schauen mich verdutzt an. „Was ist das denn? Wird der Roller elektrisch betrieben?“ Ist schon lustig mit dem Raptor zu fahren. In China würde sich kein Mensch nach mir umdrehen, da dort 95% der Roller mit Elektromotor betrieben werden. In dieser Hinsicht sind uns die Chinesen schon einen Schritt voraus.

SXT-Raptor-1200-zusammengebaut-fahrt

Bergauffahrt mit dem Elektroroller

Nach kurzer Zeit kommt da eine neue Unbekannte auf mich zu: eine Steigung. Ich bin gespannt, ob der Roller mich ausgewachsenen Kerl den Buckel hoch zieht oder ob ich mich blamiere. Absteigen und schieben wäre unsexy. Aber siehe da – der Roller zieht und zieht. Er schafft den Berg hoch. Die Geschwindigkeit nimmt bergauf ab, aber es geht trotzdem flott voran. Ich bin zufrieden.

Bergabfahrt

Wenn´s den Buckel hoch geht, dann geht´s auch irgendwann wieder mal runter. Und genau an diesem Punkt sind wir jetzt. Ich fahre mit meinem Raptor 1200 auf ein Gefälle zu. Ungefähr 1 km lang. Jetzt bin ich mal gespannt, wie schnell der Roller wird. 45 km/h hab ich auf der Geraden drauf… Auf geht´s nach unten. Ich fahre. 200 mtr, 300 mtr, 400 mtr… Ey, was ist das denn? Der Roller fährt 45 km/h und keinen Millimeter schneller 🙂

Der Härtetest für den 1200 Watt Nabenmotor und Aufladen des Akkus

Wie gut ist der Elektroantrieb wirklich? Wieviel Kraft hat das kleine Ding? Das ist die große Frage. Aber wie testen wir das? – Ganz einfach: 2 von uns „Ochsen“ auf den Roller und die gleiche Tour nochmal. Wenn der Roller mit uns zwei „Schwergewichten“ die Steigung packt, dann hat sich der Raptor eine Pause an der Steckdose verdient.

Apropos Steckdose. Laden lassen sich die Batterien an jeder gewöhnlichen 220 / 230 Volt Steckdose. Eine volle Ladung dauert zwischen 6 – 8 Stunden. Man sollte die Batterie jedoch niemals ganz auf null fahren. Das verringert die Lebensdauer. Ich lade meine Akkus jeden Abend, wenn ich den Rollen tagsüber benutzt habe. Die Batterien haben eine Lebensdauer von ca. 250 vollen Ladezyklen. Fahre ich tagsüber und habe 50% des Akkus verbraucht, dann gilt die erneute abendliche Aufladung als halber Ladezyklus.

So, nun weiter mit unserem Härtetest. Wir fahren los. Der Roller beschleunigt ein klein wenig langsamer. Aber er beschleunigt trotzdem kontinuierlich auf seine 45 km/h. Top!!! Das hat er schon mal gut gemeistert. Aber nun geht´s gleich bergauf. Ob er das packt? – Ja er packt´s. Zwar hat der Motor zu kämpfen und der Akku verliert ordentlich an Energie, aber das ist ja auch eher ein Ausnahmezustand für den Raptor. Wir haben das zulässige Höchstgewicht mit etlichen Kilos für unseren Test überschritten. Absolut genial, was der Roller leistet!!!

Ich muß an dieser Stelle wohl nicht erwähnen, dass wir bergab wieder Punkt 45 km/h schnell sind 🙂

Die Kosten für den Elektroroller

Der komplette Roller inkl. Batterien, Ladegerät und Papieren für die Zulassung kostet weit weit weit unter 2000 €. Für das Geld bekommt man einen soliden, zweisitzigen 45 km/h-Elektroroller mit Wegfahrsperre, Alarmanlage, abschließbarem Gepäckfach unterm Sitz. Als Bonus gibt´s ganz viel Spaß on Top.

RC REVOLUZZER verkauft den Raptor zu dem Preis wie im Shop (http://shop.rc.revoluzzer.de) angeboten. Dann muss man allerdings noch selbst Hand anlegen und schrauben. Für 150 € Aufpreis bekommt man den Roller fertig aufgebaut ausgehändigt. Wer möchte bekommt ihn sogar mit Versicherungskennzeichen bei den REVOLUZZERn.

Anschaffungspreis: Der SXT Raptor 1200 ist nicht billig, sondern preiswert!

100 km kosten weit unter 1 €. Wer seinen Strom über einen Photovoltaikanlage selbst erzeugt und damit den Roller „füllt“… OK. 🙂 Was kommt sonst noch dazu? Wartungskosten: Der Elektromotor selbst ist wartungsfrei. An diesem Teil kann eigentlich nichts kaputt gehen. Öl, Kette usw. gibt´s nicht. Also kann da auch nichts verschleißen.

Das einzigste was irgendwann getauscht werden muß sind die Akkus. Also rechnen wir mal: Der Roller kommt mit einer Akkuladung (einem vollen Zyklus) ca. 50 km weit. 250 volle Zyklen verträgt der Akku. Akkutausch wäre demnach nach 12.500 km. Wie lange dauert es bis ich mit dem Roller 12500 km gefahren bin? Diese Frage muß jeder selbst für sich entscheiden.

Fazit: der Raptor ist unschlagbar günstig, sehr zuverlässig und macht tierisch Spaß!

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